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Sondermessprogramme zur Überwachung der Luftqualität im Land Bremen

Mobilstation: Einfluss des Kreuzfahrtterminals auf die Luftqualität in Bremerhaven

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau wurde beauftragt, den Einfluss des Kreuzfahrtterminals auf die Luftqualität in Bremerhaven zu untersuchen.
Dabei sollten zusätzlich zur festen Luftmessstation Bremerhaven-Hansastraße mit einer mobilen Station Feinstaub PM10 und PM2,5 und Stickstoffdioxid im Einflussbereich des Terminals gemessen werden. Im Fokus dieser Messungen standen nicht die Auswirkungen im gewerblich und industriell geprägten Nahbereich des Terminals, sondern die Frage, ob an der nächstgelegenen Wohnbebauung (ca. 800m entfernt) Einflüsse und damit zusätzliche Luftschadstoffbelastungen nachweisbar sind.
Nachdem 2019 entsprechende Messkapazität in Form einer mobilen Mini-Luftmessstation gebaut und erworben wurde, konnte parallel dazu ein erster Messpunkt westlich der Kaiserschleuse gefunden werden.
Dieser Messort ergänzt den Messstandort Bremerhaven-Hansastraße. Vom 01.03.2019-30.01.2020 wurden Feinstaub PM10 und PM2,5 und Stickstoffdioxid während der Kreuzfahrtsaison 2019 und danach gemessen.
Im ersten Quartal 2020 erfolgte eine detaillierte windrichtungsbezogene Auswertung der Messergebnisse. Der dabei entstehende Messbericht steht hier (pdf, 1.7 MB) zum Download zur Verfügung.
Die Messungen ergeben den Rückschluss, dass eine signifikante Beeinflussung die Luftqualität durch die Kreuzfahrtschiffe in Bremerhaven außerhalb des Hafenbereiches im Jahresmittel der Schadstoffe Feinstaub PM10, Feinstaub PM2,5 und Stickstoffdioxid nicht nachweisbar ist.
Ursachen dafür sind die günstigen Lagebeziehungen zwischen Kreuzfahrtterminal und schützenswerter Nutzung durch den Abstand (der Immissionsort Stadtzentrum Bremerhaven liegt in einer Entfernung >800m), die günstige Durchmischung der Luftschichten und die schadstoffunbelasteten Windmassen von West.

Sondermessprogramm zu Feinstaub und Staubniederschlag im Einflussbereich des Industriegebietes West 2019-2020

Das Staubmessprogramm aus den Jahren 2004 - 2012 (eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse erfolgt hier) wurde ab 01.02.2019 für weitere 12 Monate im Einflussbereich des Industriegebietes West fortgeführt.

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau beauftragte die ANECO Institut für Umweltschutz GmbH & Co. mit der Durchführung von Immissionsmessungen an insgesamt 12 Standorten im Umkreis des Industriegebietes West.
Geprüft werden sollte, ob die Immissionssituation für die im Einflussbereich des Industriegebietes Bremen-West befindlichen Misch- und Wohngebiete unzulässig durch Luftschadstoffe belastet ist.
Das Messprogramm umfasst Staubniederschlag sowie Schwebstaub PM10 und ausgewählte Inhaltsstoffe, welche nach den Referenzverfahren der TA-Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft bzw. der 39. BImSchV (39. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz) über einen Jahreszeitraum erfasst und bewertet werden sollten.
Die Immissionsmessungen für die Deposition von Staubniederschlag begannen am 31.01.2019 und wurden über ein Jahr durchgeführt. Es wurde an 12 Standorten monatlich der Staubniederschlag beprobt und nachfolgend gravimetrisch analysiert.
Die Immissionsmessungen für die Bestimmung des Schwebstaubes PM10 begannen am 01.02.2019 und wurden über ein Jahr durchgeführt. Es wurde an einem Standort (HB 5) täglich der Schwebstaub PM10 beprobt.
Zusätzlich wurden monatlich in beiden Matrices (Schwebstaub / Staubniederschlag) die Elemente Arsen (As), Blei (Pb), Cadmium (Cd), Nickel (Ni), Chrom (Cr), Kobalt (Co), Kupfer
(Cu), Eisen (Fe), Mangan (Mn), Antimon (Sb), Zinn (Sn), Thallium (Tl), Vanadium (V) bestimmt. Im Schwebstaub PM10 wurde monatlich zusätzlich Benzo(a)pyren (BaP) bestimmt.

Im Ergebnis der Messungen kann folgendes festgestellt werden:
Für das Untersuchungsgebiet im Umkreis des Industriegebiets West kann zusammenfassend festgestellt werden, das alle ermittelten Immissionskenngrößen die gültigen Beurteilungsmaßstäbe sicher unterschreiten.
Die Belastungshöhe ist für das industrienahe Messgebiet mit teils ländlicher, teils stadtnaher
und auch städtischer Ausprägung unauffällig und passt auch in das Niveau der Untersuchungen des Landesmessnetzes des Nachbarlandes Niedersachsen an Messorten entsprechender Ausprägung.

Den Abschlussbericht des Messinstitut kann hier (pdf, 10.2 MB) herunter geladen werden.
Eine abschließende Beurteilung der Luftqualität und eine grafische Darstellung der Messwerte erfolgen hier (pdf, 7.2 MB).

Sondermessprogramm zu Staubniederschlag in Bremerhaven 2018-2020

Der Magistrat Bremerhaven beauftragte das unabhängige Messinstitut ANECO Institut für Umweltschutz GmbH & Co. mit der Durchführung vom Messungen zu Staubniederschlag mit Inhaltsstoffen im städtischen Hintergrund von Bremerhaven und im Einflussbereich der Deponie Grauer Wall.
Ziel der Messungen ist die weitere Beurteilung der Luftqualität im allgemeinen städtischen Hintergrund und die vergleichenden Messungen im Nahbereich der Deponie.

Die Luftschadstoffimmissionsmessungen werden vom 01.09.2018 bis 31.07.2020 durchgeführt.

Das Messprogramm umfasst die Messungen von Staubniederschlag mit den Inhaltsstoffen Arsen, Cadmium, Blei, Nickel, Zink und Kupfer.

Eine Zusammenfassung der Messergebnisse für den Messzeitraum 01.09.2018 - 31.08.2019 findet man hier (pdf, 6.7 MB).
Der Endbericht wird Ende November 2020 vorliegen.

Das Messprogramm wurde bis August 2021 verlängert.

Sondermessprogramm zu Feinstaub und Staubniederschlag in Hemelingen 2017-2018

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau beauftragte in Absprache mit dem Beirat Hemelingen das unabhängige Messinstitut ANECO (ehem. Eurofins GfA GmbH) mit der Durchführung vom Messungen zu Feinstaub und Staubniederschlag mit Inhaltsstoffen im Stadtgebiet Hemelingen. Ziel der Messungen ist die Beurteilung der Luftqualität im allgemeinen städtischen Hintergrund und die vergleichenden Messungen im Nahbereich von Industrieanlagen.

Die Luftschadstoffimmissionsmessungen wurden vom 01.08.2017 bis 31.07.2018 durchgeführt.

Das Messprogramm umfasste die Messungen von Feinstaub und Staubniederschlag mit den Inhaltsstoffen Antimon (Sb), Arsen (As), Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Cobalt (Co), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Nickel (Ni), Thallium (Tl), Vanadium (V), Zink (Zn) und Benzo(a)pyren (im Feinstaub).

Der Endbericht des Gutachters kann hier (pdf, 9.5 MB) eingesehen werden.

Alle gemessenen Luftschadstoffe liegen unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenz-, Immissions- und Beurteilungswerte.
Das Belastungsniveau in Bremen Hemelingen wird unter Anwendung der Kriterien der VDI 2267 Bl.3 als ländlich/städtisch eingestuft.
Ein Vergleich mit Luftschadstoffmessungen in Bremen zeigt, dass die Luftqualität im Stadtteil Hemelingen dem allgemeinen städtischen Hintergrund in Bremen entspricht.

Die abschließende Beurteilung der Luftqualität in Bremen Hemelingen auf Grundlage der vorliegenden Messergebnisse wird hier (pdf, 2 MB) veröffentlicht. Der entsprechende Kartenband zum Anhang 2 des Berichtes wird hier (pdf, 1.9 MB) bereit gestellt.

Sondermessprogramm zu Feinstaub und Staubniederschlag in Bremerhaven 2014-2016

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau beauftragte zusammen mit dem Magistrat Bremerhaven das unabhängige Messinstitut Eurofins GfA GmbH mit der Durchführung vom Messungen zu Feinstaub und Staubniederschlag mit Inhaltsstoffen im städtischen Hintergrund von Bremerhaven und im Einflussbereich der Deponie Grauer Wall.
Ziel der Messungen war die Beurteilung der Luftqualität im allgemeinen städtischen Hintergrund und die vergleichenden Messungen im Nahbereich der Deponie.

Die Luftschadstoffimmissionsmessungen wurden von 01.07.2014 bis 31.12.2017 durchgeführt.

Das Messprogramm umfasst die Messungen von Feinstaub und Staubniederschlag mit den Inhaltsstoffen Arsen, Cadmium, Blei, Nickel, Zink, Kupfer, Benzo(a)pyren und Dioxine.

Alle gemessenen Luftschadstoffe liegen unter den entsprechenden Grenz-, Immissions- und Beurteilungswerten. Ein signifikanter Unterschied zwischen städtischem Hintergrund und dem Einflussbereich der Deponie ist mit den vorliegenden Messwerten nicht festzustellen.
Der Abschlussbericht des Gutachters liegt vor und wird auf der Informationsseite zur Deponie Grauer Wall unter "Weiterführende Dokumente" veröffentlicht.

Die abschließende Beurteilung der Luftqualität auf Grundlage der vorliegenden Messergebnisse kann hier (pdf, 8.7 MB) eingesehen werden.

Immissionsmessungen zur Ermittlung von Schwebstaub und dessen Inhaltsstoffen im Einflussbereich von privaten Holzfeuerungsanlagen in Bremen-Findorff 2009

Das Betreiben von privaten Holzfeuerungsanlagen führte in den letzten Jahren vermehrt zu Bürgerbeschwerden über Geruchsbelästigungen und mögliche erhöhte Luftschadstoffbelastungen.
Im Rahmen eines Sondermessprogramms beauftragte der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa die Firma Eurofins GfA GmbH mit der Messung von Feinstaub und ausgewählten Inhaltsstoffen (Metalle und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) an einem Messpunkt in Bremen-Findorff entsprechend den Anforderungen der damals geltenden 22. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (heute ersetzt durch 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes).
Mit diesem Messprogramm sollte u.a. der Einfluss von privat betriebenen Holzfeuerungsanlagen auf die Feinstaubbelastung in einem typischen Wohnquartier in Bremen ermittelt werden.
Die Messungen begannen am 01.10.2009 und dauerten über 6 Monate an. Damit erfassten sie die vollständige Heizperiode des gesamten Winterhalbjahres.
Der Messbericht kann hier (pdf, 1.2 MB) eingesehen werden.

Benzolmessungen in der Nordstraße 2015 / 2016

Der Immissionsgrenzwert für Benzol zum Schutz der menschlichen Gesundheit beträgt als ein im Kalenderjahr gemittelter Wert 5 µg/m³.
Bis 2009 wurde im Bremer Luftmessnetz an einer repräsentativen Messstelle im Beurteilungsgebiet Benzol kontinuierlich gemessen. Alle Jahresmittelwerte der letzten 5 Messjahre lagen deutlich unter der unteren Beurteilungsschwelle von 40% des Immissionsgrenzwertes (2 µg/m³).
Damit genügen zur Beurteilung der Luftqualität in den fortlaufenden Jahren Modellrechnungen, Techniken der objektiven Schätzung oder beides.
In diesem Bericht wird das Ergebnis der Benzol-Messungen in 2015/2016 kurz erläutert.
Die Ergebnisse werden zur Beurteilung der Benzolkonzentrationen in den nächsten Jahren hinzugezogen.
Der Kurzbericht kann hier (pdf, 652.4 KB) eingesehen werden.